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Süddeutsche Zeitung 05. Juni 2008



Süddeutsche Zeitung 31. Januar 2008



Münchener Merkur 10. Mai 2007


WorldMUN 07 in Genf – TUM Mitteilungen 3/2007

Vom 26. bis 31. März 2007 fand die diesjährige World Model United Nations (WorldMUN) Konferenz statt, bei der erstmals auch eine Delegation der TU München („TUM goes WorldMUN“) teilnahm. Mit circa 1700 studentischen Teilnehmern aus über 50 Ländern war diese die bisher größte Konferenz; sogar aus dem Senegal reiste eine Delegation an.

Delegation der TUM auf der WorldMUN 2007

Fünf Tage lang simulierten die Studenten die Vereinten Nationen in ihren verschieden Organen, wie dem Sicherheitsrat, der Weltgesundheitsorganisation oder der Atomenergiebehörde. Jede Delegation vertrat hierbei ein Wunschland und diskutierte aktuelle Themen, um am Ende eine Resolution zu verabschieden. Die 10 Münchner Delegierten, die sich seit Oktober intensiv auf ihre erste Teilnahme vorbereitet hatten vertraten Malaysia. “Malaysia war für uns sehr spannend, da es einerseits muslimisch ist und gleichzeitig sehr enge politische und wirtschaftliche Beziehungen mit den westlichen Ländern hat”, so Tom Braun, Head Delegate der Delegation der TU München, der Malaysia in der Organisation of the Islamic Conference (OIC) vertrat. Das Thema in diesem Gremium, in dem alle islamischen Mitgliedsstaaten der UNO vertreten sind, war die muslimische Diaspora in Europa.

Besonders zu Herzen nahmen sich die Studenten TU München den kulturellen Hintergrund Malaysias, indem die Männer zum Teil mit traditionellem Hut und die Frauen mit Kopftuch an den Sitzungen teilnahmen. “Die anderen Delegierten waren teilweise etwas irritiert über meine Verkleidung und fragten mich, ob ich wirklich Muslimin sei”, so Theresa Veer, TUM BWL Studentin, die die Delegation in der UN Frauenorganisation UNIFEM repräsentierte.

Das wohl aktuellste Thema diskutierte die Atomenergiebehörde (IAEA), nämlich den Atomstreit mit Iran, zu dem noch zwei Tage vor Konferenzbeginn eine Resolution vom echten UN-Sicherheitsrat verabschiedet wurde. “Die brisante Lage im Iran machte die Diskussion sehr spannend, sogar reale Entwicklungen während der Woche, wie Gerüchte über Kriegsdrohungen der USA oder die Festnahme der britischen Marinesoldaten flossen in die Simulation mit ein”, meint Manuel Lorenz, Maschinenbaustudent, der Malaysia in diesem Gremium vertrat. “Malaysia ist prinzipiell eher auf der Seite Irans und will keine weiteren Sanktionen, muss jedoch auch seine wirtschaftlichen Interessen gegenüber den USA und Europa wahren.” Die Resolution, die am letzten Tag von der simulierten IAEA, in der etwa 120 Delegierte vertreten waren, beschlossen wurde, beinhaltete unter anderem eine sofortige Aussetzung der iranischen Urananreicherung für 30 Tage und eine stärkere Durchsetzung des Atomwaffensperrvertrags durch Einbindung regionaler Komitees wie der Organisation of American States (OAS) oder der OIC. Die Delegierten mussten die Positionen, mit denen sie Malaysia zu den vorgegebenen Themen vertraten, selber erarbeiten; als Hauptinformationsquelle diente das Internet.

Leider wurden die Mühen von “TUM goes WorldMUN” nicht mit einem der begehrten Diplomacy Awards belohnt, die am Ende der Konferenz an die herausragendsten Teilnehmer verliehen wurden. Verwunderlich ist dies aber nicht, wenn man bedenkt, dass die meisten Delegierten entweder Politik, Jura oder internationale Beziehungen studieren und sich die Münchner Delegation mit durchwegs technischen Fachrichtungen somit in doppelter Hinsicht auf Neuland bewegte. Tom Braun zieht folgendes Fazit: “Die Erfahrungen dieser Woche sind großartig: hitzige Debatten mit jungen Leuten aus aller Welt, tagsüber in den Komitees und nachts auf den Social Events. Insgesamt haben wir uns sehr gut geschlagen und die Teilnahme war für uns ein großer Erfolg.”

Erst Ende April wird der Austragungsort für die WorldMUN 2008 vom Harvard Organisationsteam ausgewählt, aber fest steht schon jetzt, dass “TUM goes WorldMUN” wieder dabei sein wird. Die Vorbereitungsphase hat schon jetzt wieder begonnen, obwohl den Teilnehmern noch die langen Sitzungen und kurzen Nächte in den Knochen stecken; denn schließlich lautet das Ziel die WorldMUN eines Tages nach München zu holen!